Selbstliebe

Selbstliebe und Selbstsucht sind Gegensätze.

Erst wer sich selbst liebt, kann lieben.

19. Februar 2017

Selbstliebe

Fehlt die Liebe zu uns selbst, wird alles versucht, um sie vom anderen ersetzt zu bekommen. „Wenn wir uns im tiefsten Innern ungeliebt fühlen, uns aber um dieses Gefühl nicht kümmern, weil wir es verdrängt haben, dann werden wir bedürftig, gierig, ja süchtig sein nach der Liebe anderer“, schreibt Safi Nidiaye in Das Tao des Herzens. Es wird zwar von Liebe gesprochen, aber der andere wird nur als Mittel gesehen, um diesen Mangel auszugleichen. Dabei ist nichts genug. Jede Kleinigkeit wird als Beweis betrachtet, dass man nicht genug geliebt wird.  Und tatsächlich ist es nie genug. Fehlende Selbstliebe kann nicht ersetzt werden. „Nicht die Liebe eines anderen Menschen kann uns letztlich von frühem Ungeliebtsein heilen, sondern die Liebe, die wir uns im Fluss zugewandter Aufmerksamkeit selber geben“, schreibt der Psychoanalytiker Peter Schellenbaum in „Die Wunde der Ungeliebten“.
Erst wenn wir uns selbst lieben und nähren, sehen wir den anderen nicht mehr als Mittel zum Zweck, von ihm zu bekommen, was uns fehlt. Eine gute Beziehung zu uns selbst ist die Basis für eine tragfähige Beziehung. Selbstliebe ist die Basis für Liebe.